Stadt der Vögel

Budapest, Österreichisches Kulturforum, 2011

In der Ausstellung „Stadt der Vögel“ zeigt der österreichische Künstler Josef Bernhardt eine Installation, die auf die Zurückdrängung der Vögel in den Städten hinweist. So werden die Stadtvögel, vorallem Tauben, immer mehr aus den Stadtzentren mittels Vogelabwehrsystemen ferngehalten. Außerdem wurden und werden in zahlreichen Städten bereits Fütterungsverbote für Vögel erlassen, um deren Anzahl zu dezimieren.

Ausgehend von diesem Thema zeigt seine Arbeit im Ausstellungsraum des Österreichischen Kulturforums in Budapest eine Installation, welche die Beziehung Mensch – Vogel umdreht. Gezeigt werden Modelle und Entwürfe von einer fiktiven „Stadt der Vögel“, in der es keine Feinde für Vögel gibt, eine menschenfreie Stadt. Diese Modelle sind eingebettet in eine Landschaft bestehend aus Vogelfutter.

Im Rahmen der Ausstellung werden nun die BesucherInnen aufgefordert, aktiv in diese Installation einzugreifen, indem sie aus der vorhandenen Landschaft Vogelfutter entnehmen, und es den Vögeln in den Städten zur Verfügung stellen.

Durch diese Aktion der BesucherInnen kommt es zu einer ständigen Veränderung im Aussehen der Installation, und gleichzeitig zu einer Bewusstmachung, dass eine Stadt ohne Vögel nicht lebenswert ist.